
Therapiehund in Ergotherapie & Physiotherapie
Für Ergotherapeut:innen und Physiotherapeut:innen ist der Therapiehund ein motivierendes Medium für Feinmotorik, Grobmotorik, Gleichgewicht und Gangbild — eingesetzt als AATx im Rahmen der Behandlung.
Warum ein Therapiehund in Ihrer Praxis?
Ergotherapeut:innen und Physiotherapeut:innen setzen Therapiehunde ein, um Übungen, die sonst als eintönig empfunden werden, in einen motivierenden Kontext zu bringen. Ob Fein- oder Grobmotorik, Gleichgewicht oder Gangbild: Klient:innen, die Standardübungen ablehnen, arbeiten mit einem Hund oft spürbar kooperativer mit.
Wo der Hund konkret unterstützt
Ergotherapie: Bürsten, Streicheln, Anlegen von Halsband oder Geschirr trainieren Fingerkraft, Greifmuster und Auge-Hand-Koordination. Das Verstecken und Suchen von Leckerlis fördert kognitive Planung und Handlungssequenzen.
Physiotherapie: Das Führen des Hundes an der Leine fordert Gleichgewicht und eine aufrechte Haltung. Kommandos aus unterschiedlichen Körperpositionen (Sitzen, Stehen, im Gehen) lassen sich gezielt in Bewegungsübungen integrieren, etwa nach neurologischen Erkrankungen oder in der Rehabilitation.
Einordnung nach AAS: AATx
Setzen Sie den Hund als lizenzierte Fachkraft mit klar definierten Behandlungszielen ein, ordnet sich Ihr Einsatz in die AAS-Kategorie AATx (Animal-Assisted Treatment) ein — die höchste Qualitätsstufe tiergestützter Dienste nach der 2024 aktualisierten IAHAIO/AAII-Terminologie. Mehr zur Einordnung und den weiteren AAS-Kategorien auf unserer Therapiehunde-Seite.
Kooperationsmodell
Der Therapiehunde-Halter oder die -Halterin ist in aller Regel keine Ergotherapeut:in oder Physiotherapeut:in. Die therapeutische Fachkraft übernimmt weiterhin Diagnostik, Zielsetzung, Durchführung und Dokumentation — das DBTB-zertifizierte Team bringt den ausgebildeten Hund als Medium ein. Eine schriftliche Kooperationsvereinbarung zwischen Praxis und Team regelt Rollen, Hygiene und Haftung.
Was Therapiehunde bewirken können
Feinmotorik
Bürsten, Leckerli-Reichen oder das Anlegen eines Geschirrs trainieren gezielt Greif- und Fingerfunktionen.
Gangbild & Gleichgewicht
Den Hund an der Leine führen fordert Gleichgewicht, Schrittlänge und Haltungskontrolle in einem alltagsnahen Kontext.
Belastbarkeit & Ausdauer
Kurze Bewegungssequenzen mit dem Hund lassen sich stufenweise steigern und in bestehende Therapiepläne einbauen.
Interesse an einer Ausbildung?
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