Therapiehund in einer therapeutischen Praxis: Der Hund unterstützt eine logopädische Sitzung, während eine Fachkraft mit einer Patientin oder einem Patienten arbeitet.
Berufsfeld

Therapiehund in der Logopädie

In der logopädischen Praxis motiviert der Therapiehund zu Sprache, Artikulation und Kommunikation — als AATx eingebunden in einen klar definierten Behandlungsplan.

Warum ein Therapiehund in der Logopädie?

Sprachtherapie erfordert Wiederholung — und Wiederholung ermüdet. Ein Therapiehund schafft echte, beiläufige Sprechanlässe: Kommandos geben, den Hund loben, ihm etwas erklären. Gerade bei Kindern mit Sprechängsten oder Störungen des Redeflusses wirkt der nicht bewertende Kontakt zum Hund oft lösend.

Typische Einsatzformen

  • Artikulationsübungen: Laute und Wörter über Kommandos gezielt trainieren, mit sofortiger, motivierender Rückmeldung durch die Reaktion des Hundes.
  • Wortschatzarbeit: Körperteile, Verben und Adjektive rund um den Hund benennen und beschreiben.
  • Sprechflüssigkeit: Freies Erzählen über oder mit dem Hund, ohne den Erwartungsdruck eines menschlichen Gesprächspartners.
  • Stimmtherapie: Lautstärke und Tonhöhe von Kommandos bewusst variieren.

Einordnung nach AAS: AATx

Setzen Logopäd:innen den Hund mit definierten Behandlungszielen und dokumentiertem Fortschritt ein, ordnet sich dies in die AAS-Kategorie AATx (Animal-Assisted Treatment) ein — nach der 2024 aktualisierten IAHAIO/AAII-Terminologie die höchste Qualitätsstufe tiergestützter Dienste. Details zu allen drei AAS-Kategorien auf unserer Therapiehunde-Seite.

Kooperationsmodell

Das DBTB-zertifizierte Therapiehunde-Team bringt den ausgebildeten Hund als Medium in die Sitzung ein — Diagnostik, Therapieplanung und Dokumentation bleiben durchgehend Aufgabe der Logopädin oder des Logopäden. Eine schriftliche Kooperationsvereinbarung regelt Rollen, Hygiene und Haftung zwischen Praxis und Team.

Mehrwert

Was Therapiehunde bewirken können

Artikulationstraining

Kommandos aussprechen, wiederholen und variieren — ein natürlicher Anlass zum gezielten Üben von Lauten und Wörtern.

Sprachanbahnung

Über den Hund erzählen oder ihm etwas "beibringen" senkt Sprechhemmungen, besonders bei zurückhaltenden Kindern.

Motivation & Beziehung

Der Hund als nicht bewertender Zuhörer reduziert Versagensangst und erhöht die Übungsbereitschaft.

Interesse an einer Ausbildung?

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