
Therapiehund in Medizin & Psychologie
Ärzt:innen, Psycholog:innen und Psychotherapeut:innen setzen Therapiehunde in Diagnostik und Behandlung ein — als AATx mit definierten Behandlungszielen und dokumentiertem Verlauf.
Warum ein Therapiehund in Medizin und Psychologie?
In psychiatrischen Kliniken, psychotherapeutischen Praxen und der medizinischen Rehabilitation setzen Ärzt:innen, Psycholog:innen und Psychotherapeut:innen Therapiehunde gezielt ein, um Behandlungsprozesse zu unterstützen — von der Stabilisierung in akuten Krisen bis zur Aktivierung in der Reha.
Typische Einsatzfelder
- Psychiatrie und psychosoziale Dienste: Unterstützung bei Stabilisierung, emotionaler Regulation und im Therapieprozess bei Angststörungen, Depression oder Traumafolgestörungen.
- Psychotherapeutische Praxen: Der Hund als Beziehungsanker, der Vertrauensaufbau und Gesprächsbereitschaft erleichtert.
- Neurologische Rehabilitation: Motivierender Kontext für Aktivierung, Aufmerksamkeit und Mitarbeit in der Behandlung.
- Palliativmedizin: Emotionaler Beistand für Patient:innen und Angehörige in besonders belastenden Phasen — mehr dazu auf unserer Seite Palliativ & Hospiz.
Einordnung nach AAS: AATx
Der Einsatz durch lizenzierte Fachkräfte aus Medizin, Psychologie oder Psychotherapie mit vorab definierten Behandlungszielen und dokumentiertem Fortschritt ordnet sich in die AAS-Kategorie AATx (Animal-Assisted Treatment) ein — die höchste Qualitätsstufe tiergestützter Dienste nach der 2024 aktualisierten IAHAIO/AAII-Terminologie. Alle drei AAS-Kategorien im Überblick auf unserer Therapiehunde-Seite.
Kooperationsmodell
Das DBTB-zertifizierte Therapiehunde-Team bringt den ausgebildeten Hund als Medium in die Behandlung ein. Diagnostik, Therapieplanung, Durchführung und Dokumentation bleiben durchgehend in der Verantwortung der ärztlichen, psychologischen oder psychotherapeutischen Fachkraft. Eine schriftliche Kooperationsvereinbarung regelt Rollen, Hygiene und Haftung zwischen Einrichtung und Team.
Was Therapiehunde bewirken können
Stabilisierung & Regulation
Der Hund wirkt beruhigend in akuten Krisen und unterstützt die emotionale Selbstregulation im Therapieverlauf.
Beziehungsaufbau
Über den Kontakt zum Hund fällt es vielen Klient:innen leichter, Vertrauen zur Therapiesitzung insgesamt aufzubauen.
Aktivierung & Motivation
Der Hund als motivierendes Element steigert die Bereitschaft zur aktiven Mitarbeit, etwa in der neurologischen Reha.
Interesse an einer Ausbildung?
Erfahren Sie, wie Sie Ihr Therapiehunde-Team beim DBTB e.V. ausbilden können.
