
Therapiehund in Pädagogik & Schule
Lehrkräfte, Sonder- und Sozialpädagog:innen setzen Therapiehunde als Schul- oder Lesehund ein — als AAE mit klar definierten Lern- und Entwicklungszielen.
Warum ein Therapiehund im pädagogischen Alltag?
Lehrkräfte, Sonderpädagog:innen, Heilpädagog:innen und Sozialpädagog:innen setzen ausgebildete Hunde gezielt als Schulhund oder Lesehund ein — mit klar formulierten Lern- oder Entwicklungszielen, nicht als bloßes Haustier im Klassenzimmer.
Zwei Foki der AAE
Die tiergestützte Pädagogik (AAE – Animal-Assisted Education) unterscheidet nach der 2024 aktualisierten IAHAIO/AAII-Terminologie zwei Schwerpunkte:
- Akademischer Fokus: Eine lizenzierte Lehrperson definiert und dokumentiert fachliche Lernziele — etwa Lesekompetenz, Konzentration oder Aufgabenausdauer.
- Psycho-/sozio-emotionaler Fokus: Schulpsycholog:innen, Sozialpädagog:innen oder qualifizierte Paraprofessionelle arbeiten an Persönlichkeits- und Entwicklungszielen wie Selbstvertrauen, Impulskontrolle oder sozialer Integration.
Mehr zur Einordnung und den weiteren AAS-Kategorien auf unserer Therapiehunde-Seite.
Typische Einsatzformen
- Schulhund: Fest im Unterricht integriert, unterstützt Motivation und wirkt als emotionaler Anker.
- Lesehund: Kinder lesen dem Hund regelmäßig vor — bewährt zur Steigerung von Leseflüssigkeit und -motivation.
- Jugendhilfe und Krisenintervention: Begleitung in Wohngruppen, Förderschulen und Beratungsstellen.
Bevor es losgeht: organisatorische Voraussetzungen
Der Einsatz eines Schul- oder Lesehundes erfordert das Einverständnis von Schulleitung und Kollegium, ein Hygiene- und Allergiekonzept sowie die Information der Eltern. Das DBTB-zertifizierte Team bringt den ausgebildeten Hund mit — die pädagogische Fachkraft definiert weiterhin Ziele, Ablauf und Dokumentation. Ausführliche Praxisbeispiele finden Sie auch auf unserer Seite Kinder, Jugend & Schule.
Was Therapiehunde bewirken können
Lesemotivation
Kinder lesen dem Hund vor, ohne Angst vor Fehlern oder Bewertung — die Lesehäufigkeit und -freude steigt nachweislich.
Soziale Kompetenz
Verantwortung für den Hund übernehmen fördert Empathie, Rücksichtnahme und Kooperationsfähigkeit in der Klasse.
Emotionale Regulation
Der Hund wirkt als ruhender Anker bei Unruhe, Prüfungsangst oder herausforderndem Verhalten.
Interesse an einer Ausbildung?
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