Therapiehund als ruhiger Anker in einer psychiatrischen Therapiesituation: Der Hund unterstützt den Beziehungsaufbau und therapeutische Prozesse.
Einsatzbereich

Psychiatrie

In psychiatrischen Kliniken, psychosozialen Diensten und in niedergelassenen Praxen können Therapiehunde den Beziehungsaufbau fördern und therapeutische Prozesse unterstützen.

Therapiehunde in der Psychiatrie

In psychiatrischen Kliniken, Tageskliniken und psychosozialen Beratungsstellen kommen Therapiehund-Teams ergänzend zur psychiatrischen und psychotherapeutischen Behandlung zum Einsatz. Ebenso arbeiten niedergelassene Psychiaterinnen und Psychiater, Psychotherapeut:innen und Einzeltherapeut:innen in ihren eigenen Praxen mit dem Hund – hier ist das Mensch-Hund-Team oft selbst die behandelnde Fachkraft, die den Hund gezielt in die eigene Therapie einbindet.

Indikationen und Kontraindikationen

Der Einsatz muss sorgfältig mit dem Behandlungsteam bzw. – in der niedergelassenen Praxis – im Rahmen des eigenen Behandlungsplans abgestimmt werden. Für manche Klienten ist der Hundekontakt kontraindiziert (Phobien, schwere Traumatisierung, Allergien). Für andere kann er ein wesentlicher Türöffner im therapeutischen Prozess sein.

Anforderungen an das Team

  • Hohe Stressresistenz des Hundes (Lärm, ungewohnte Verhaltensweisen)
  • Erfahrung im Umgang mit psychisch erkrankten Menschen (Basiswissen)
  • Regelmäßige Supervision des Halters
  • Dokumentation und Fallbesprechung

Schutzkonzept

Sowohl Einrichtungen als auch niedergelassene Praxen sollten über ein Schutzkonzept für den Hundeeinsatz verfügen. Der DBTB e.V. unterstützt bei der Entwicklung von Kooperationsrahmen und Praxiskonzepten.

Nach Berufsfeld

Sind Sie selbst Ärztin, Arzt, Psycholog:in oder Psychotherapeut:in? Mehr zur Einordnung als AATx auf unserer Berufsfeld-Seite Medizin & Psychologie.

Mehrwert

Was Therapiehunde bewirken können

Beziehungsanbahnung

Menschen mit Vertrauensstörungen öffnen sich häufig leichter gegenüber einem Tier als gegenüber Menschen.

Deeskalation

Die beruhigende Wirkung des Hundes kann in angespannten Situationen deeskalierend wirken.

Ressourcenaktivierung

Der Kontakt zum Hund aktiviert positive Gefühle und stärkt das Erleben eigener Handlungsfähigkeit.

Interesse an einer Ausbildung?

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