Ausbilderin trainiert einen Hund mit Kenndecke beim DBTB e.V.
Ausbildung & Zertifizierung

Ausbildung beim DBTB e.V.

Seit 2000 bildet der DBTB e.V. als erster deutscher Fachverband professionelle Therapiehund-Teams aus – nach wissenschaftlich fundierten Methoden, ISO 9001 zertifiziert, bundesweit.

2000
Gründungsjahr – erster Verband Deutschlands
6
Prüfungsstufen bis zur Zertifizierung
180h
Theorie & Praxis im Grundlehrgang
ISO
9001 zertifizierter Qualitätsrahmen
Drei Ausbildungswege

Drei Wege – ein Qualitätsrahmen

Der DBTB e.V. bietet drei klar definierte Programme an – alle unter § 11 TierSchG-zertifizierten Ausbildern und nach dem gleichen ISO 9001 geprüften Qualitätsrahmen.

Therapiehund-Team (THT)

Mensch und Hund werden gemeinsam ausgebildet und zertifiziert. Einsatz in therapeutischen, pädagogischen oder sozialen Kontexten nach AAS-Standards.

Mensch-Assistenzhund-Gemeinschaft (M-A-G)

Behindertenbegleithund nach AHundV – individuell ausgebildet, direkt beim Menschen aufgewachsen. Bundeseinheitliche Anerkennung.

Ausbilder-Ausbildung

Für erfahrene THT-Teams, die selbst ausbilden und prüfen möchten.

Mehr erfahren →

Seit 2000 ist der DBTB e.V. der erste Verband in Deutschland, der Therapiehund-Teams und Behindertenbegleithunde professionell ausbildet. 2003 kam der Ausbildungsweg für Trainer und Ausbilder hinzu.


Wissenschaftliche Grundlagen

Warum Therapiehunde wirken

Die Wirksamkeit tiergestützter Intervention ist wissenschaftlich belegt. Grundlage ist die Biophilie-Hypothese (E.O. Wilson): Menschen haben eine inhärente Affinität zur Natur. Hunde sind das ideale Medium, um diese therapeutisch zu nutzen.

Soziale Wirkung

  • Aufhebung von Einsamkeit und Isolation
  • Hund als sozialer Katalysator und Eisbrecher
  • Förderung von Gesprächen und Zusammenhalt
  • Erfahrung von Nähe und Körperkontakt

Psychologische Wirkung

  • Stärkung von Selbstwertgefühl und Kontrollerleben
  • Reduktion von Angst durch unbedingte Akzeptanz
  • Antidepressive und stressreduzierende Wirkung
  • Kognitive Anregung und emotionales Wohlbefinden

Physiologische Wirkung

  • Senkung von Blutdruck und Herzfrequenz
  • Freisetzung von Beta-Endorphinen (Schmerzreduktion)
  • Muskelentspannung durch Körperkontakt
  • Stabilisierung des Immunsystems

Fünf Methoden der hundegestützten Intervention

nach Anja Breiding – Aktive Tiere  ·  Grundsatz: Kein Zwang – der Hund darf die Situation jederzeit verlassen.

1
Präsenz-
Methode
Freiwilliger Kontakt auf Decke
2
Freie
Begegnung
Ohne räumliche Einschränkung
3
Hort-
Methode
Hund entscheidet frei
4
Brücken-
Methode
Indirekter Kontakt über Objekt
5
Integrations-
Methode
Höchste Integration in Therapie

Seminargruppe im DBTB-Ausbildungsseminar: Teilnehmende sitzen aufmerksam im Saal, im Vordergrund ein ruhig liegender Labrador.

Ausbildungsinhalte

Was lernen Sie in 180 Stunden?

Theorie und Praxis greifen ineinander. Das Curriculum deckt alle Bereiche ab, die IAHAIO-Mitgliedsorganisationen als Qualitätsanforderung vorschreiben.

Theorieblöcke
  • Humanpädagogik
  • Kynopädagogik
  • Human- & Kynopsychologie
  • Anatomie & Veterinärmedizin
  • Hygiene & Zoonosen-Prävention
  • Soziologie & Rechtskunde
  • Genetik, Zucht, Pflege
  • Tierwohl & Ethik (IAHAIO)
Praxisblöcke
  • Gehorsams- & Stadttraining
  • Rollstuhl, Gehhilfen, Hilfsmittel
  • Unerwartete Situationen
  • Öffentliche Räume & ÖPNV
  • Zielgruppenarbeit (Kind, Senior, Behinderung)
  • Tierarztbesuche
  • Einsatzsimulationen
  • Stresserkennung beim Tier


Ausbildungsweg 1 · THT

Das 6-stufige Prüfungssystem

Ca. 180 Unterrichtsstunden über 10 Wochenenden – Mensch und Hund werden gemeinsam ausgebildet, geprüft und zertifiziert. Vor jeder Stufe: Gesundheitszeugnis + Versicherungsnachweis.

TET
Team-Eignungstest
Eignung des Mensch-Hund-Teams für die Therapiearbeit
BVP
Begleit- & Verkehrshundeprüfung
Grundgehorsam · Mindestalter 12 Monate
BP
Basisprüfung
Sozialverhalten & Belastbarkeit · Mindestalter 18 Monate
PFP
Praktische Fähigkeitsprüfung
Einsatzsimulation · Mindestalter 22 Monate
SFP
Schriftliche Fähigkeitsprüfung
Theoretisches Abschlusswissen
QS
Qualitätssicherung Einsatzfähigkeit
Jährliche Rezertifizierung aller aktiven Teams
Alle Prüfungsstufen im Detail →

Kosten & Gebühren

Leistung Mitgl. Gast
TET – Team-Eignungstest 100 € 150 €
BVP – Begleit- und Verkehrshundeprüfung 100 € 150 €
BP – Basisprüfung 160 € 240 €
PFP – Praktische Fähigkeitsprüfung 180 € 270 €
SFP – Schriftliche Fähigkeitsprüfung 180 € 270 €
QS – Qualitätssicherung Einsatzfähigkeit 160 € 240 €

Mitglieder erhalten ausschließlich Zugang zu Grundlehrgängen. Zzgl. möglicher Unterkunftskosten.


Ausbildungsmethodik

Positives Konditionieren – ohne Zwang

Die Ausbildung basiert ausschliesslich auf tierschutzkonformen, wissenschaftlich fundierten Lernmethoden nach Karen Pryor. Nicht erlaubt: Leinenkorrekturen, Stachelhalsband, Würgehalsband, Ziehen oder Greifen am Halsband.

10 Grundregeln des positiven Konditionierens

  1. In kleinen Schritten konditionieren, Zwischenziele festlegen
  2. Immer nur ein Verhaltensdetail üben
  3. Geübtes muss sicher gezeigt werden, bevor der nächste Schritt folgt
  4. Bei neuem Detail kurzfristige Verschlechterung einkalkulieren
  5. Gedanklich immer einen Schritt voraus sein
  6. Während des Formens den Trainer nicht wechseln
  7. Bringt eine Übung keinen Erfolg – den Trainingsweg wechseln
  8. Trainingseinheit nicht unterbrechen – Hund empfindet es als Strafe
  9. Bei Verschlechterung zurück in den „Kindergarten"
  10. Jede Einheit mit einer gelungenen Übung beenden

Stresserkennung und Körpersprache

Werden Beschwichtigungssignale ignoriert, eskaliert das Verhalten. Hundeführer:innen lernen, frühe Zeichen zu erkennen und zu respektieren.

Entspannt: Lockerer Spielbogen, Schwanzwedeln, weiche Körperhaltung
Beschwichtigung: Gähnen, Lecken, Wegschauen, Sich schütteln, Kopfschütteln
Stress: Hecheln ohne Hitze, Zittern, Einfrieren, Herumtigern
Warnung: Steife Körperhaltung, Drohgesicht, Knurren → Einsatz sofort beenden

Grundsatz: Kein Hund darf zum Einsatz gezwungen werden. Zeigt ein Hund dauerhaft Stresssignale, ist der Einsatz zu unterbrechen oder zu beenden.

Flexible Seminarformate

Das Format, das zu Ihnen passt

Alle Formate umfassen dieselben Inhalte und führen zum selben Prüfungssystem – wählen Sie nach Ihrem Alltag.

Blockseminar
Mehrere Tage am Stück, intensiv. Ideal für Menschen, die ihre Ausbildung in kompakter Zeit absolvieren möchten.
Beispiel 2026: 21.01. – 26.04. (Mechernich)
Wochenendseminar
Freitag bis Sonntag, regelmäßig wiederkehrend. Gut vereinbar mit Beruf und Familie – über mehrere Monate verteilt.
Beispiel 2026: 03.07. Mechernich · 05.09. Sachsen-Anhalt
Hybridseminar
Kombination aus Präsenz und Online-Phasen. Maximale Flexibilität – ideal für Teilnehmende aus dem Fernbereich.
Beispiel 2026: 06.03. – 23.08. (Stade, hybrid)
Seminargebühren

Was kostet die Ausbildung?

Die Gebühr gilt für das gesamte Ausbildungsprogramm (alle Seminarformate, ca. 180 Unterrichtsstunden) – unabhängig vom gewählten Format. Mit der Anmeldung wird eine Anzahlung von 10 % fällig, die zugleich die Lizenzgebühr an den DBTB e. V. ist und den Seminarplatz sichert. Die Restsumme ist an den jeweiligen Ausbilder zu entrichten.

Mitglieder 2.100 €
Nichtmitglieder 2.700 €

Anzahlung 10 % = Lizenzgebühr an den DBTB e. V.: 210 € (Mitglieder) bzw. 270 € (Nichtmitglieder).

Verpflegung, Unterkunft und Außenaktivitäten sind nicht enthalten. Je Ausbildungsort kann zusätzlich eine Seminarpauschale (Raummiete, Strom, Wasser, Eintritte u. a.) anfallen – diese ist beim zuständigen Ausbilder zu erfragen. Hinzu kommen die Prüfungsgebühren der einzelnen Stufen (siehe Prüfungssystem).

PDF
seminarunterlage

Seminaranmeldung Therapiehundeteam

Verbindlicher Anmeldebogen zur Ausbildung zum Therapiehundeteam – mit allen Teilnahmebedingungen, Gebühren und der Anmeldeseite zum Ausfüllen.

PDF 3 Stand: 2026 · 292 KB

Ausbildungsweg 2 · AHundV

Mensch-Assistenzhund-Gemeinschaft (M-A-G)

Eine M-A-G unterstützt Menschen mit körperlicher oder geistiger Behinderung dauerhaft und individuell im Alltag. Der Welpe wächst direkt bei der Familie auf – kein Patenfamilienmodell. Bundeseinheitlich nach der Assistenzhundeverordnung anerkannt.

Zur M-A-G-Ausbildung →
Individuelle Aufgabenausbildung
Bundesweite Zugangsrechte (AHundV)
Finanzierung über Krankenkasse möglich
ÖPNV-Mitnahme und Steuervorteile

Ausbilder & Standorte

Wer bildet aus – und wo?

Alle DBTB-Ausbilder:innen sind lizenziert, nach § 11 TierSchG zertifiziert und gleichzeitig als Prüfungsrichter:innen tätig. Seminare finden an festen Standorten in ganz Deutschland statt.

Ines Pawlitzki

Ines Pawlitzki

1. Vorsitzende

◆ Lizenz. Prüfungsrichter:in

📍 Ausbildungszentrum Ringelsdorf📍 Kath. Altenheim St. Josef, Stade
Heike Külpmann

Heike Külpmann

2. Vorsitzende

◆ Lizenz. Prüfungsrichter:in

📍 Ausbildungszentrum Welver
Isabell Riedling

Isabell Riedling

Lizenzierte Ausbilderin

◆ Lizenz. Prüfungsrichter:in

📍 Ausbildungszentrum Mechernich / Eifel
Sascha Mahnel

Sascha Mahnel

Lizenzierter Ausbilder

◆ Lizenz. Prüfungsrichter:in

📍 Tiergestützte Praxis Sascha Mahnel
Standorte

Ausbildungsstandorte in Deutschland

Seminare und Prüfungen finden an bundesweit verteilten Standorten statt. Alle Termine sind online buchbar.

Alle Standorte im Überblick →

🏛
Ausbildungszentrum
Ausbildungszentrum Welver

Am Bahnhof 6
59514 Welver-Borgeln
Nordrhein-Westfalen

Ausbilder:in:Heike Külpmann

Termine an diesem Standort →
🏛
Ausbildungszentrum
Ausbildungszentrum Mechernich / Eifel

Am Wald 18
53894 Mechernich
Nordrhein-Westfalen

Ausbilder:in:Isabell Riedling

Termine an diesem Standort →
🏛
Ausbildungszentrum
Ausbildungszentrum Ringelsdorf

Mühlenweg 14
39291 Ringelsdorf
Sachsen-Anhalt

Ausbilder:in:Ines Pawlitzki

Termine an diesem Standort →
🏛
Ausbildungszentrum
Tiergestützte Praxis Sascha Mahnel

Baumgartenweg 8
36100 Petersberg (Fulda)
Hessen

Ausbilder:in:Sascha Mahnel

Termine an diesem Standort →
🏛
Ausbildungszentrum
Kath. Altenheim St. Josef, Stade

Schiffertorsstraße 17
21682 Stade
Niedersachsen

Ausbilder:in:Ines Pawlitzki

Termine an diesem Standort →
Aktuelle Seminare & Termine Ausbildungsberatung anfragen Prüfungssystem im Detail